Sind Sie auf dem Holzweg, Herr Gilli?

Shownotes

Michael Gilli wollte eigentlich in Deutschland Karriere machen. Doch sein Onkel Erich Pichler bot ihm an, im Eggental ein Schwesterunternehmen von Holz Pichler zu gründen. Und nach dem Tod von Erich Pichler im Jahr 2013 übernahm Gilli Holz Pichler als Ganzes. Im Tal und bei den Holzlieferanten gab es viel Skepsis, ob er dieser Verantwortung gewachsen ist. In dieser Folge spricht Gilli über seinen Quereinstieg, die schwierigen Anfangsjahre und die baldige Übernahme eines Traditionsbetriebes. Aber nicht nur, denn bei X Timber, wie das Unternehmen inzwischen heißt, wurde es in den vergangenen Jahren nie langweilig. Gilli baute nach dem Vaia-Windwurf ein riesiges Rundholz-Nasslager und ging damit ein erhebliches Risiko ein. Und zuletzt investierte er 30 Millionen Euro in den neuen Hauptsitz. Kann das alles gutgehen oder ist Gilli auf dem Holzweg?

**Hier geht's zur aktuellen Ausgabe der SWZ: https://swz.it/aktuelle-ausgabe

**Zu unseren Abos geht's hier: https://swz.it/unsere-abos-im-ueberblick/

Hier findet ihr uns in den Sozialen Medien Facebook | www.facebook.com/swz.it/ LinkedIn | www.linkedin.com/company/südtiroler-wirtschaftszeitung-swz/ Instagram | @suedtirolerwirtschaftszeitung

Transkript anzeigen

00:00:00: bei Mitarbeitern wollen wir tatsächlich versuchen wird, Schrumpfen zu automatisieren.

00:00:06: Weil wir einfach sehen dass durch den demografischen Wandel und alles in Zukunft einfach die Mitarbeiter ein noch viel größeres Problem werden als es schon ist.

00:00:25: Willkommen zu einer neuen Folge von Die SWZ trifft!

00:00:29: Diesmal sind wir im Eigental und zwar bei Michael Gilli, dem Eigentümer und Geschäftsführer von X Timbach ehemals Holz-Biechler.

00:00:37: Mein Name ist Heinrich Schwachz, ich bin Redakteur bei der SWZ.

00:00:41: Hallo Herr Gilli!

00:00:42: Vielen Dank fürs dabei sein.

00:00:44: Ja hallo und herzlich willkommen bei Instrum Eckenthal.

00:00:48: Michael Gilli ist Jahrgang� in siebenundsiebzig.

00:00:51: Er studierte Maschinenbau & Wirtschaft in Rosenheim und startete seine berufliche Karriere in Deutschland.

00:00:58: Eigentlich wollte er auch dort bleiben durch den Bekämpf von seinem Onkel Erich Biegler das Angebot ein Schwesternunternehmer von Holz-Biegler zu gründen Und nach dem Tod von Erich Biechler, übernahm er Holzbiechlar als Ganzes.

00:01:14: Seither hat Gilly das Unternehmen weiterentwickelt es vor einigen Jahren unbenannt und zuletzt auch hohe Geldsumme investiert.

00:01:22: Wir wollen Michael Gilly aber auch jetzt selbst erzählen lassen was wir hier angeteasert haben Über seinen Werdegang über seine Unternehmensführung über seine Pläne und auch etwas über ihn persönlich.

00:01:36: Herr Gilli, wie gesagt war Ihre Rückkehr nach Südroll nicht geplant?

00:01:40: Wie genau kam es denn dazu damals?

00:01:43: Nach dem Studium habe ich in Deutschland versucht in der Automobilindustrie einen Job zu finden und das ist mir auch gelungen bzw.

00:01:52: bin dann in die Unternehmensberatung für Automobilzulieferer gegangen und habe sehr viele verschiedene Unternehmen aus verschiedenen Branchen gesehen Also nicht nur Automotive an sich, sondern eben auch Elektro-, Metallverarbeitung, verschiedene andere.

00:02:12: Und mir hat es eigentlich recht gut gefallen.

00:02:15: Den Job, was ich gemacht habe war zwar sehr anstrengend, aber als junger Mensch haltet man ja deutlich mehr aus, als wenn man schon ein bisschen älter ist.

00:02:24: und wie sie richtig gesagt haben, hat mich dann meinen Onkel gefragt.

00:02:32: Er hat eine Idee gehabt, damals in Betrieb Holz-Biechler zu erweitern.

00:02:40: Wir waren seit jeher eigentlich oben in Bücherbrück zwischen Bauch und Hauptschruss relativ beengt und konnten uns alleine auf das Gründen des Platzes nicht wirklich erweiteren.

00:02:53: Und er hat eben dann die Jahre zuvor Grundstücke gefunden die man dann gesolt hätte im Baubau machen, also von Landwirtschaft in eine Gewerbezone umwidmen.

00:03:05: Und das war sozusagen mein erstes Projekt, ihm dabei zu unterstützen, eben diese Umwidmung zumachen und dann darauf hin folgend eben einen neuen Betrieb auf die Beine zu stellen.

00:03:16: Haben Sie nicht lange überlegen müssen ob sie da sein Geburt annehmen?

00:03:20: Ich habe schon lang überlegen in Deutschland einen sehr interessanten und lukativen Job hatte.

00:03:29: Und dann ich eigentlich schon sehr früh eigentlich wusste, dass sich ungern mit meiner Familie arbeiten würde – weil sogar im Familienfamilie und Arbeit ist Arbeit!

00:03:46: Da musste mich schon ein bisschen überreden lassen.

00:03:49: Was war denn Ihre berufliche Vision der ursprünglichen Deutschland?

00:03:52: Wo wollten Sie hierhin an der Karriere?

00:03:56: Ja, ich wollte ja eigentlich schon in einer leitenden Funktion eines Unternehmens mich darauf hinarbeiten.

00:04:05: Und in welcher Branche und in welchen Unternehmen wäre mir dann letztendlich egal gewesen?

00:04:12: Hauptsache ich konnte einfach meinen Datendrang das passende Umfeld schaffen oder dass er einfach für meine Daten drang die richtige Firma findet.

00:04:26: In der Unternehmens-IT geht es zu wie im Bienenstock.

00:04:30: Was nach wildem Durcheinander klingt, ist in Wahrheit ein perfekt organisiertes System.

00:04:35: Doch wachsende Anforderungen verlangen nach spezialisierter Verstärkung.

00:04:39: die Managed IT Services von Converto ergänzen ihre IT mit zusätzlicher Fachkompetenz damit sie sich auf Innovation und Wachstum konzentrieren können.

00:04:48: mehr zu unseren Managed It Services Converto.eu.

00:04:58: Ich habe gelesen, es wurden damals dann zehn Millionen Euro in das neue Unternehmen investiert.

00:05:03: Das entsprechende Werk auch.

00:05:05: hatten Sie keine Sorgen, dass das Ganze zu groß für sie wird als Quereinsteiger quasi in dieser Branche?

00:05:12: Nein, das hatte ich eigentlich insofern nicht da ich ja vollständig auf die Hilfe und auf das Vertrauen meines Ankels bauen konnte.

00:05:24: Und ich dachte, der hat schon so viel im Seinen Leben tolle Sachen geschaffen, dann wird das schon auch klappen.

00:05:32: Man muss auch mit einer positiven Haltung in eine Unternehmung hineingehen weil sonst würde es eben schwierig.

00:05:39: Um den Rahmen kurz abzustecken, es gab damals die Holzbiechler, die einen Sägewerkbetrieb.

00:05:45: Dann gründeten sie eben mit ihrem Onkel die Holteck, die sich um die Herstellung von Holzkomponenten aus diesen Sägenwerkprodukten kümmerte.

00:05:55: Warum dieser Schritt, einfach vom Sägewerk eine Schritt weiterzugehen in die Herstellung von Holzkomponenten auch?

00:06:04: Ja also wir waren beziehungsweise Holzspeechler an dem damaligen Standort wie eben erklärt.

00:06:10: Ich stand letztendlich an seine Kapazitätsgrenze gekommen hinsichtlich der Verarbeitungsmenge und eben auch des Platzes wie bereits genannt.

00:06:18: Und dann weiter, das war sicher sehr wichtig.

00:06:21: oder beziehungsweise mein Onkel hat schon relativ früher gekannt und gemeinsam mit mir auch diesen Gedanken dann noch weiter ausgebaut und verfeinert.

00:06:30: Dass wir einfach aus dem Holz mehr Wertschöpfung mit unserem Werkstoff betreiben und mehr in die Weiterverarbeitung gehen.

00:06:40: und deswegen haben wir gesagt ja wir brauchen eine neue Fabrik.

00:06:43: und da haben wir wie Sie gesagt eben die Holtec Holztechnik Eckenthal hat das gegründet und sind so gestartet.

00:06:51: Im Jahr war

00:06:52: es im Jahr seven, in dem das Werk errichtete.

00:06:55: Am Anfang des Jahres kamen die Wirtschaftskrise, die auch an Holz-Biechler nicht spurlos vorbeigegangen.

00:07:05: Wie war damals diese Zeit?

00:07:06: Wie erinnerst du dich daran?

00:07:09: Das war dann wirklich ein Worst-Kest-Szenario.

00:07:11: Das ist eigentlich relativ früh eine Unternehmerkarriere.

00:07:17: Keinen lernen musste.

00:07:19: Also wie gesagt, wir haben zehn Millionen Euro investiert bei damals zwölf Millionen Euro Umsatz und nach dem Zusammenbruch von Limian Brothers und die darauf folgende Banken- und Wirtschaftskrise haben wir tatsächlich innerhalb weniger Tage auf Amerikanerarbeit mehr gehabt.

00:07:34: also wir waren gewohnt im Dreischichtbetrieb zu arbeiten Und wenn der Anfahrt die Kunden am All entaus angst nicht mehr bestellt bei uns dann haben wir schon einmal kurz gemäß da mal durchschnaufen.

00:07:45: Das müssen wir jetzt eigentlich komplett nicht erfinden und haben dann mehr als Not, wie als weiße strategische Planung die Flucht in den Export gemacht.

00:08:00: Wir waren bis zum damals im Zeitpunkt neunzig Prozent italienlastig und Italien hat ziemlich akut auf diese Wirtschaftskrise reagiert.

00:08:12: Jetzt hat man eingestiegen und nach Deutschland gefahren, nach Österreich gefahren oder nach Holland.

00:08:17: Und da haben halt so alle Länder die einigermaßen mit dem Auto zu erreichen waren abgeklappert und geschaukelt, ob wir irgendwo unsere Produkte absetzen können.

00:08:27: War das dann ja wirksam?

00:08:30: Hat man einen Weg aus der Krise geschafft durch diese Senkung der Abhängigkeit von Italien?

00:08:36: Ja, das war wirklich, muss ich sagen, oftmals hat man auch Glück.

00:08:41: Das hat wirklich sofort funktioniert.

00:08:43: also Wir haben sofort wieder Aufträge ins Haus geholt und konnten eigentlich nach drei, vier Wochen schon fast wieder in unseren Regelbetrieb zurückkommen.

00:08:53: Also wieder drei Schichten arbeiten und ich an selber gestanzt.

00:08:57: Das ist so leicht gegangen.

00:08:58: Dann fragt man sich dann schon wieso?

00:09:00: Und wir haben das nicht schon viel früher getan!

00:09:02: Wie eingangs erwähnt dann im Jahr den Tod ihres Ankels Ehre-Spielein?

00:09:09: Ein Vordenker hier im Eckental.

00:09:11: Das kam dann neben der Folge dazu, dass sie beide Unternehmen übernommen haben Holzbiechler und Holteck.

00:09:18: Man hat mir berichtet das es im Tal ziemlich Skepsis gab ob denn dieser Gildi der Verantwortung gewachsen ist seitens der Bevölkerung, seitens auch der Holzlieferanten.

00:09:29: Wie nahmen Sie das damals war an?

00:09:30: diese Stimmung?

00:09:33: Ja also die Stimmung... Also so direkt hat's mir selber niemand gesagt.

00:09:37: aber man hat schon Am Rande gehört, ich war über thirty-fünf Jahre alt.

00:09:41: Natürlich hat mein Onkel ganz große Fußspuren hinterlassen.

00:09:47: dass da die Leute gezweifelt haben ist für mich mehr als nachvollziehbar und ich habe mit bemüht die Leute zu beruhigen und zu sagen also das Unternehmen hängt nicht nur von meiner Person ab sondern wir haben viele gute Mitarbeiter langjährige und versucht eben da das nötige Vertrauen bei unseren Geschäftspartnern, Kunden und Differenzen zu mir zur Arbeit.

00:10:13: Und ich denke das ist uns auch schon ganz gut gelungen.

00:10:16: Sie haben schon gesagt sie haben eine Schwertung dann auf Export gelegt in Folge der Wirtschaftskrise.

00:10:22: welche sind heute die wichtigsten Märkte von Nix Timber?

00:10:26: Also wie gesagt damals haben wir neunzig Prozent Italien gehabt.

00:10:29: halt haben noch dreißig prozent Italien das heißt siebzig Prozent geht über den Brenner oder über das Mittelmeer in die Welt hinaus sind wir recht stolz darauf.

00:10:40: Unser größter Absatzmarkt ist aktuell United Kingdom, also Großbritannien gefolgt von Portugal, Griechenland Israel und Australien.

00:10:55: Wir sind sehr differenziert oder diversifiziert auch in den Ländern nicht nur in den Produkten.

00:11:01: Das hilft uns eigentlich auch gegen Krisen etwas resistenter zu sein, als vielleicht wenn man zu viel auf eine Branche und ein Produkt setzt.

00:11:12: Und die Adneemers sind Industriebetriebe auch ich das richtig verstehe also nicht irgendwo Endkunden kleinere Betriebe sondern wirklich große Produzenten die da sollts und die Komponenten weiterverarbeiten.

00:11:23: wiederum?

00:11:23: Ganz genau!

00:11:24: Also wir sind der klassische BtoB-Zulieferer und liefern eigentlich nur in Großgebieten d.h.

00:11:31: minimale Absatzmenge oder Abnahmemenge ist eine Lkw-Ladung und wir haben unseren ganzen Vertrieb, unserem sehr schlanken Vertrieb.

00:11:40: Wir sind ja nur zu zweit auf dieses Geschäftskonzept ausgerichtet und versuchen einfach in Firmen, der was seinen hohen Anspruch an Qualität, an Zuverlässigkeit auch an Lieferfähigkeit.

00:11:55: also wir können sehr schnell große Mengen liefern dass man dann einfach die richtigen Kunden für unsere Produkte und für unsere Firmenphilosophie finden.

00:12:06: Was sind die wichtigsten Produkte, die ihr hier verbreitet?

00:12:09: Die wichtigste Produkte sind der keilgezinkte, das heißt technisch optimierte Holzleisten.

00:12:17: Sieht relativ unspektakulär als Einzelprodukt aus ist aber natürlich dann wenn man so große Mengen dann verkauft.

00:12:26: Durch einfach die Kontinuität ist auch extrem wichtig, dass die Qualität immer gleichbleibend ist.

00:12:31: Weil sonst haben unsere Kunden in der Welt draußen einfach riesige Produktionsprobleme.

00:12:36: wenn die Qualitet da schwankt

00:12:38: und wird inzwischen das gesamte Holz aus dem Sägewerk direkt hier weiterverarbeitet oder praktisch der Rohstoff dann schon weiter verkauft teilweise?

00:12:48: Also wir verarbeiten ungefähr neunzig Prozent des Rohstoffes, den wir bei uns im Sägewerk einschneiden.

00:12:55: Bei uns in der Weiterverarbeitung weiter.

00:12:58: Es gibt dann gewisse Qualitäten und Dimensionen die wir im Sängewerk mit produzieren müssen, die sich für unsere Weiterverarbeiten nicht eignen und die verkaufen wir dann so einen ganz normalen Schnittholzmarkt weiter.

00:13:11: Sie haben dann als sie beide Unternehmen übernommen haben auch weiterhin viel investiert?

00:13:15: Das gab damals das Sturmtief Weyer dass gerade der Sekundal stark betroffen hat mit dem Windwurf und das war eben sehr viel Holz im Umlauf.

00:13:24: Sie haben dann ein riesiges Nasslager errichtet, ich habe mir sagen lassen teilweise rund Holz im Wert von mehreren Millionen Euro lagern gehabt.

00:13:36: ist die Rechnung am Ende aus aufgegangen?

00:13:40: Ist die Rehnung am ende aufgegangen!

00:13:42: Ich fange mit dem gleich an.

00:13:44: Ja, sie ist sowohl für die Betroffenen vom Sturm Bayer als auch für uns als Unternehmen einigermaßen aufgegangen.

00:13:52: Es war jetzt für beide keine schöne Situation weil es waren ja hauptsächlich unsere Lieferanten betroffen und natürlich wenn das Angebot an Rohstoff groß ist dann sinkt natürlich auch der Preis, der zielbare Preis.

00:14:10: Und ja, wir haben über zehn Millionen Euro eingekauft und eingelagert.

00:14:15: Das ist natürlich auch mit einem Risiko verbunden.

00:14:18: Man weiß ja nicht da hebt das überhaupt so lange das Holz in so einem Lager drin?

00:14:24: Wie seien die behördlichen Vorschriften in Zukunft hinsichtlich der Lagerung?

00:14:30: Wir müssten es ja vierundzwanzig Stunden bewässern!

00:14:33: Und wir haben zum Beispiel einen Sommer, wie heuer denkt.

00:14:36: Das war so knapp hart ist und das Dekret erlassen wird, dass man Untertagsnummer bewässern kann.

00:14:41: Es wäre natürlich ein Risiko gewesen aber... Wir mussten reagieren, wir wollten reagieren weil wir gesagt haben, wir sind ein Partner von Bolton und da haben wir es gemacht und es ist schon alles ordentlich abgewickelt worden und ich denke relativ gut gegangen.

00:14:58: Sie haben auch in den letzten Jahren dann wiederum weiter investiert, wir sitzen hier im neuen Hauptgebäude.

00:15:03: Zwarzig Millionen Euro habe ich gelesen und haben sie insgesamt investiert... dreißig!

00:15:09: Sie zeigen mir mit den Fingern drei.

00:15:11: Dreißig Millionen, zuletzt auch medial Schlagzeilen teilweise gemacht mit großen Photovoltaikanlagen, die sie jetzt errichten auf den Dächern obwohl im Ecken Tal nicht sehr viel Sonne scheint.

00:15:24: geht Das alles auf, kann das alles gut gehen?

00:15:27: oder sind Sie um einen Wortspiel auch zu benutzen auf dem Holzweg?

00:15:32: Ich darf die Frage zurückstellen warum soll es nicht gut gehen.

00:15:36: Ja,

00:15:37: Investitionen sind immer ein Risiko.

00:15:39: Ja ist aber ein Risikopä geht man ja nicht blindäugig oder blauäugiger wie man korrekterweise sagt sondern wir haben uns ja einen genauen Plan gemacht.

00:15:48: also ich vergleiche dass mehr oder weniger allem als wenn man eine Alpine Bergtour macht.

00:15:54: Da schaut man sich auch schon mal um, welche Tour will ich machen.

00:15:57: Dann besinnt man sich auf sich was kann und was kann ich nicht an.

00:16:00: Idealerweise nimmt man ein paar gute Begleiter mit, die auf vorn im Berg sein und das richtige Bergsteigerwerkzeug.

00:16:08: Und unterwegs schaut man vielleicht auch, dass der Schutzhütte ist, wo man sich wieder wieder stärken kann usw.

00:16:15: Und so ähnlich muss man das natürlich auch bei einem Investitionsvorhaben.

00:16:18: Man geht da nicht blind hinein.

00:16:20: also wir haben uns Mit meinen engsten Mitarbeitern im Unternehmen haben wir uns mit dieser Frage mehrere Jahre befasst, was für uns der richtige Weg ist zu wachsen in welche Richtung und welcher Art wir wachsen wollen wie schnell und wie langsam.

00:16:39: Das gehört gut öfter an.

00:16:41: Eine große Investition ist immer natürlich eine Herausforderung und man muss auch gewisse Rückschläge mit einkalkulieren.

00:16:50: Bis jetzt hat sich das als richtiger Wesen und ich denke in Zukunft noch viel mehr.

00:16:54: Was soll denn der Weg hingehen, was soll sich das Unternehmen hinentwickeln in den nächsten Jahren?

00:17:00: Wie sieht die Strategie aus?

00:17:02: Ja unsere Strategie ist natürlich zu hundert Prozent einheimischen Rohstoff weiter zur Verarbeitung und soviel Wertschöpfung wie möglich hier in unserem Land zu machen.

00:17:16: Zum Teil haben wir das ja mit dem Neubau unseres neuen Sägewerkes jetzt schon voll umgesetzt.

00:17:21: In den nächsten Stufen wollen wir auch die Sägerwerksnebenprodukte, schlechter hin bekannt als Biomasse oder auf Dialekt- oder südterisch Sägenmehl und Hackschnitzel.

00:17:31: Die wollen nicht nur mehr einfach der energetischen Verwertung für energetische Zwecke freigeben – das heißt Fernheitswerke oder Pellet

00:17:40: usw.,

00:17:41: sondern daraus wirklich auch werthaltige Produkte herstellen, weil natürlich auch der CO-Zweisspeicher in dem Moment wo ich es so gemäht oder das Holz unschirrt.

00:17:53: Dann ist die CO² Bilanz eigentlich wieder aufgehoben, die positive und wenn es schafft aus einem Baustoff zu zu entwickeln dann ist das über viele viele Jahre, Jahrzehnte oder Jahrhunderte gespeichert.

00:18:05: Was wären das konkret für Produkte an diese denken?

00:18:08: Ja wir beschäftigen uns mit Spanprodukten also in dem moment wo man Nichts Sponenplatten, sondern Formteile aus Span und so weiter.

00:18:19: Also alles kann ich nicht sagen aber...

00:18:22: Also viele noch Entwicklungen und Innovationen auch nicht darauf?

00:18:25: Genau, Innovation ist bei uns ganz wichtig im Unternehmen.

00:18:28: Das leben wir jeden Tag und ich denke dass man da in einem bescheidener Erfolg mittler europäischen Raum wirklich auch größtenteils der Innovation zu verdanken haben Dies seit allem schon bei uns im Unternehmen gibt.

00:18:42: Also mein Onkel war da ja ein gewaltiger Innovationstreiber und das haben wir eigentlich in der DNA und geben das eigentlich an alle unsere Mitarbeiter auch weiter.

00:18:52: Haben Sie bestimmte Ziele in Bezug auf Umsatzentwicklung, auf Mitarbeiterentwicklungen von Ranzall her?

00:19:00: Umsatz-Entwicklung bis zu einem gewissen Punkt.

00:19:04: Wachsen ist natürlich immer gut und wichtig aber Wir sehen auch, dass irgendwann einmal das Wachstumspotenzial mit unseren Gegebenheiten dann erschöpft ist und bei Mitarbeitern wollen wir tatsächlich versuchen wird zu schrumpfen.

00:19:21: Wir versuchen so viel wie möglich zu automatisieren weil wir einfach sehen, dass durch den demografischen wandelt und alles in Zukunft einfach die Mitarbeiter ein noch viel größeres Problem haben als es eh schon ist.

00:19:32: deswegen nutzt nichts.

00:19:34: also Früher hat man einem gedenkt und auch sich dann gemessen, ja so viele Mitarbeiter.

00:19:40: Ich glaube in Zukunft ist es genau das Gegenteil.

00:19:41: also je weniger Mitarbeiter man hat desto glücklicher können sie geschätzen.

00:19:46: Also schrumpfen weniger aus Kostengründen sondern mehr wirklich aus der Schwierigkeit heraus neue Mitarbeiter zu finden?

00:19:52: Ganz

00:19:52: genau!

00:19:53: Wie kann man sich das vorstellen?

00:19:55: Ist das dann so einfach zu wachsen und gleichzeitig Mitarbeiter zu reduzieren?

00:20:00: sind in der Automation Ist das noch so viel Potenzial drin oder sind da auch irgendwo bald Grenzen gesetzt?

00:20:07: Ja, natürlich die Automation in der Produktion.

00:20:11: Da gibt es schon Potenziale, ist natürlich immer mit gewaltigen Investitionen verbunden.

00:20:17: aber wo ich noch mehr Potenzials sehe ist jetzt in unserem spezifischen Anwendung einfach die Remote Arbeit also das Bedienen von Maschinen aus der Ferne.

00:20:28: Das kann ich mir jetzt wenn ihr Insbesondere noch so ein neues Sägewerk.

00:20:32: Ich denke, dass das durchaus machbar ist, dass gewisse Maschinen zum Beispiel aus Indien bedient werden weil der Mitarbeiter bei uns in der Produktion sitzt ja auch nur in einer Kabine drin und schaut auf zwanzig Bildschirme rein.

00:20:46: Natürlich man braucht schon vor Ort immer noch Leute die dann die Maschine entstören, die die Wartung machen, aber ich denke, in den letzten Jahren wieder verspottet wurde, dass die Leit alle alleine remote und so.

00:21:04: Aber ich denke das ist eine Produktion, dass sicher ein Potenzial sein kann und auch natürlich mit der Robotik, die kann ja aus der Ferne bedient werden.

00:21:13: Das stimmt mich sehr optimistisch, dass wir da in der Zukunft neue Perspektiven haben werden.

00:21:20: Interessant!

00:21:21: Haben Sie da schon Erfahrungen gemacht oder das bei anderen Unternehmen gesehen?

00:21:25: Nein, haben wir nicht.

00:21:26: Aber das können wir uns so gut vorstellen dass man das ganz die Komma auf ins Rotulis sterben und natürlich jetzt auch mit der künstlichen Intelligenz alles was Richtung Verwaltung geht.

00:21:39: Man kann also die Performance ist einfach nur viel besser.

00:21:43: durch diese vielen kleinen Hilfsmittel

00:21:47: kommt auch eine Frage einen zusätzlichen Standort zu richten außerhalb des Egentals vielleicht auch außerhalb von Südtirol?

00:21:53: Nein Das habe ich schon vor sieben, acht Jahren entschieden, dass wir weder Betriebszugäufe noch Standorte an anderen Stellen machen wollen aus verschiedenen Gründen.

00:22:06: Teilweise geschäftlichen weil wir einfach sagen, Dorin Südtirol ist unser Rohstoff und wir müssen dort produzieren wo der Rohstoff ist.

00:22:12: Es nutzt nichts wenn ich in die Boa Ebene Rege zu produzieren, wo weit und breitkampam ist.

00:22:18: Und dann auch ... Wir brauchen einfach auch die Bauer der was Inzere unsere leidenden Südtiroler Mitarbeiter haben, da hat die mir wahrscheinlich Schwere in anderen Orten sehr gute Leid zu finden.

00:22:32: Sprechen wir kurz noch über das Thema Holz an sich?

00:22:36: Man hat den Eindruck mal ist der Trend Richtung Holz, mal geht er wieder weg.

00:22:40: Welchen Stellenwert schreiben Sie ganz aktuell Holz zu und wie groß ist das Potenzial?

00:22:47: Natürlich!

00:22:49: Jeder Gummler lobt sein Laden.

00:22:51: Also natürlich...

00:22:53: Steuere ich die Frage im Falschen?

00:22:55: Ja,

00:22:55: natürlich.

00:22:56: Ich denke schon dass er Holz eigentlich allen Grund dazu hat ein sehr moderner Baustoff zu sein.

00:23:03: Er ist nachhaltig das heißt es wird ja zumindest in Europa nur so viel Holz auch jährlich geerntet wie auf natürlichen Wegen nachwachst.

00:23:16: Stiftet ein Gefühl von Wohlbefinden, zumindest für mein Verständnis.

00:23:22: Und er ist auch einfach zu verarbeiten und nicht zuletzt.

00:23:26: Er ist im Vergleich zur anderen Baumaterialien doch relativ günstig vielleicht zugünstig.

00:23:32: Manchmal ist auch die Wertschätzung von einem Produkt über den Preis artikuliert.

00:23:39: Das heißt etwas was vielleicht wenig kostet empfinden die Leute nicht aus so wertvoll Wobei es eigentlich sehr, sehr wertvoll sein sollte.

00:23:48: Empfinden Sie dann aktuell einen steigenden Trend?

00:23:52: Steigenden Wert für das Holz oder eher eine sinkende?

00:23:56: Die Rohstoffpreise steigen und die Verkaufspreise sinken.

00:24:02: Das ist eine sehr komische Situation.

00:24:07: Warum steigen die RohstoffPreise?

00:24:09: Natürlich weil weniger Angebot ist.

00:24:12: durch die ganzen Umweltkatastrophen in den letzten.

00:24:17: Also nicht nur hier in Südtirol, Südtiole ist ja nur ein sehr kleiner Holz, eigentlich ein sehr kleines Holztand, sondern eigentlich in Österreich, Tschechien und Deutschland.

00:24:26: Also da ist so viel Holzholz kaputtgegangen und musste aus Unwetter- oder Calamitätskunden geerntet werden.

00:24:35: Das fehlt jetzt das Holz?

00:24:36: Ist ganz klar.

00:24:38: Gleichzeitig haben die großen europäischen Unternehmen eine sehr große Kapazitäten aufgebaut, die sie bespielen wollen.

00:24:46: Den Fehler haben, muss ich jetzt explizit sagen.

00:24:49: Wir haben von vornherein gesagt, den machen wir jetzt nicht mehr.

00:24:52: Das ist mir jetzt unproportional große Kapazitäten zu der Holzverfüllbarkeit vom Südtirolder aufbauen.

00:24:57: Das war uns stets bewusst, dass das Schuss noch hinten.

00:25:01: Und so weiter und sofort!

00:25:03: Wenn wenig Angebot ist und viel Nachtrag fragt, dann steigt der Rohstoff.

00:25:07: Gleichzeitig aber gibt es natürlich in Europa, wenn ich insbesondere in Skandinavien, Schweden, Norwegen, Finnland denke sehr viele Große Holzländer, die hier wirklich großen Holzvorkommen kommen ja aus Skandinavien.

00:25:21: Wo der Wald größtenteils Staatswald ist und die haben auch andere Preislogik als wie Privatwald und bringen da günstige Produkte auf den Markt.

00:25:33: Also das ist nicht ganz einfaches Umfeld aktuell.

00:25:36: Und welche Rolle spielen dabei bei den ganzen Krisenherde-Konflikte in der Welt?

00:25:40: Wie Sie haben gesagt, sie exportieren in aller Herren Länder.

00:25:44: mittlerweile sind dann auch abhängig von den jeweiligen Situationen?

00:25:48: Ja, das beste Beispiel ist eigentlich nicht die Straße von Honus, die uns jetzt weniger betrifft.

00:25:54: Sondern eigentlich die Hutti-Rebelden in Jemenund, dass uns schon seit knapp einem Jahr dazu zwingt unsere Ware nach Australien über Südafrika zu verschiffen.

00:26:06: Sollts sich drei Wochen länger auf dem Schiff mit entsprechenden Mehrkosten und auch die Qualität ist natürlich... Das ist warm, kalt und feicht auf dem Schiff.

00:26:15: Es hilft den Produkt nicht wirklich weiter.

00:26:17: Insofern sind wir geopolitisch schon auch irgendwie betroffen wenn es irgendwo wieder Krisen gibt.

00:26:24: Und die andere Krise ist natürlich die Energiegröße, die jeder einzelne bei uns hier so im Privathaushalter oder als Unternehmer spürt das schwierig, das einfach so wegzustecken.

00:26:41: Wie dicken Sie denn als Unternehmer, wie würden sie sich beschreiben?

00:26:45: Wie würde ich mich beschreiben.

00:26:47: Ich denke Unternehmen ist lustig also mir gefällt es Dinge zu bewegen.

00:26:53: Mir gefällt das zu tüfteln mit Leid zu sein, mit Leit gemeinsam an Dingen zu arbeiten die bislang noch nie jemand gelungen sind und ja wahrscheinlich so bis meine Unternehmerische Geist.

00:27:09: Und als Chef, würden Sie sich selbst einschätzen in der Mitarbeiterführung?

00:27:16: Diversifiziert würde ich sagen also gegenüber meinem engsten Mitarbeitern schraubselig jetzt so natürlich in der Verwaltung und Produkten den Abteilungsleitern.

00:27:26: mit den Abteilungsleiteren bin ich ja so gefordert dass sie möglichst sich selbst organisieren sich selbst einbringen gibt ihnen weitestgehend freie Handentscheidungen selbst zu treffen und vordreht die auch ein, weil es kann nicht alles gleich am Chef machen.

00:27:46: Und es gibt dann eben auch andere Mitarbeiter, die diese freien Mitarbeiterführung nicht so gern haben.

00:27:52: in denen muss man ganz klar sagen was sie zu dienen haben und gegen gern gesagt was sie dienen sollen.

00:28:00: und dann wissen sie das Programm von Togo.

00:28:02: und deswegen würde ich sagen gibt es solche Führungsstehle und solche Föhrungsstehe.

00:28:07: Hängt vor die Leiter!

00:28:08: Wir kommen langsam zum Abschluss dieses Gesprächs.

00:28:11: noch eine letzte persönliche Frage, was machen Sie denn in der Freizeit?

00:28:14: Wo sind sie anzutreffen wenn sie immer nicht hier im Büro sind?

00:28:19: Was haben wir eigentlich in jeder Südderolle wo zu treffen ist und weder in den Bergen oder mit der Frau und der Tochter oder gar dasselbe oder einmal mit Kollegen ein Wochenende irgendwo... sich gut gehen lassen, kommt es normal.

00:28:34: Bleibt viel Freizeit als Unternehmer?

00:28:38: Man muss sich die Freizeite nehmen.

00:28:40: Schaffen Sie das!

00:28:41: Das tu ich bewusst sehr.

00:28:44: Gut zum Abschluss unseres Gesprächs stellen wir unseren Essen immer drei Fragen mit der Bitte auch um kurze Antwort.

00:28:50: Welches Holz ist Ihnen am liebsten?

00:28:54: Einheimisches Holz aus nachhaltiger Bewirtschaftung haben besten bei mir in der Stube verbaut und mit einem eigenen Sägewerk hergestellt.

00:29:01: Eine gewisse Holzacht

00:29:03: Fichte.

00:29:03: Okay, wo verbrachten Sie Ihren letzten Urlaub?

00:29:07: Mein letztes Urlaub habe ich glaube in einer Woche in den Jesolo verbracht.

00:29:13: und welches Problem sollte es wieder als Politik dringend lösen?

00:29:19: Tot hatte mir das nicht gern zu weit aus dem Fensterhausen.

00:29:22: Es gibt viele Probleme aber natürlich Unterkünfte für Mitarbeiter ist sicher auch gut wie die einheimischen Leute.

00:29:32: Wohnraum ist sicher ein sehr akutes Thema.

00:29:35: Gut, vielen Dank Herr Gillisch für die interessanten Einblicke!

00:29:38: Gerne!

00:29:39: Vielen Dank auch an alle fürs Zuhören.

00:29:41: Die nächste Folge unseres Podcasts gibt es wie gewohnt in zwei Wochen.

00:29:46: Neues über Südrollswirtschaft und Politik finden Sie wöchentlich in SWZ oder täglich online auf swz.it.

00:29:53: Bis zum nächsten Mal machen sie's gut.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.