Wie führen Sie durch die Autokrise, Simon Prinoth?
Shownotes
Simon Prinoth ist beim Brixner Automobilzulieferer Alupress schnell die Karriereleiter hochgeklettert. Zwei Jahre lang leitete er die Niederlassung von Alupress in den USA. Und seit Anfang dieses Jahres ist er nun CEO des Unternehmens. Dabei ist der Grödner erst 36 Jahre alt. Im SWZ-Podcast gibt Simon Prinoth Einblicke in das Leben und in die Arbeit in den USA. Er erklärt auch, welchen Führungsstil er pflegt, wie er mit den neuen Wünschen der jungen Generation umgeht und was er aus den USA mitgenommen hat. In dieser Folge geht es weiters um die Krise der europäischen Autoindustrie. Wie stark spürt Alupress die Krise? Wie gut ist die Auftragslage? Wird das Unternehmen neue Standorte auf anderen Kontinenten eröffnen? Wird es sich neu aufstellen?
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00:00:05: Wir sind dabei unsere Kompetenzen zu stärken, zu verstehen wo diese noch Anwendung finden in anderen Branchen und in anderen Bereichen.
00:00:16: Willkommen zurück bei der SWZ-Drift diesmal aus Brixen und zwar bei Simon Brinert dem neuen Geschäftsführer von Alubres.
00:00:25: Mein Name ist Heinrich Schwarz.
00:00:27: ich bin Redaktör bei der SVZ.
00:00:29: Hallo Herr Brinnert.
00:00:30: vielen Dank fürs dabei sein!
00:00:32: Guten Morgen und danke schön.
00:00:34: Simon Brienert ist sießundreißig Jahre alt und kommt aus Sankt Ulrich.
00:00:39: Er schloss den Master in Wirtschaftsingenieurwesen am MCI in Innsbruck ab, und den Executive-Master in Business Administration an der Salzburg Business School.
00:00:51: Zwei Jahre lang leitet er die Niederlassung von Alupress in den USA – und seit Anfang dieses Jahres ist er CEO von Aluppress!
00:01:00: Das Unternehmen produziert kurz gesagt Aluminium-Teile für Fahrzeuge.
00:01:06: Wir wollen nun mehr über Simon Prynot herausfinden, welche Erfahrungen er in den USA gemacht hat und welcher mitgenommen hat wie er dikt, wie er führt oder wie er Alupress durch die europäische Autokrise manövrieren will.
00:01:21: Ja Herr Prynot lassen Sie uns ein paar Jahre zurückblicken?
00:01:25: Wie kamen sie denn damals eines von Versüderol in die USA?
00:01:30: gerne.
00:01:31: Also begonnen hat das Ganze mit einem sehr großen Projekt, dass die Alopress gewonnen hatte für unseren Kunden in USA und dann wurde ich gefragt ob ich bereit wäre in den USA zu ziehen um dieses Projekt zu unterstützen und dem Standort dementsprechend aufzubauen.
00:01:51: nach langer Überlegung zusammen auch mit meiner Frau haben wir uns entschieden diesen Schritt zu gehen haben uns über den großen Teich gewagt, sozusagen und waren dann für zwei Jahre am Standort in South Carolina.
00:02:07: Was machten Sie vorher?
00:02:09: Also sie waren ja praktisch schon Leiter des Standorts dort, was haben Sie vorher gemacht?
00:02:14: Vorher war ich auch bereits hier im Standort im Prixentätik.
00:02:18: also ich bin mittlerweile über zehn Jahren bei der Alpars-Tätik in verschiedenen Bereichen angefangen von Logistik bis hin zur Produktion in den USA als Standortleiter.
00:02:31: Wie lebt es sich denn in der USA?
00:02:33: Wie kann man sich das vorstellen, ans Europäer?
00:02:37: Die USA zu sagen ist etwas schwierig.
00:02:39: Denn die USA sind sehr groß und das ist sehr unterschiedlich.
00:02:44: Der Norden ist sehr anders zum Süden, da meisten zum Osten.
00:02:48: also dass in der Kultur aber auch wie die Leute ticken an und für sich und wie sie sich verhalten Und dementsprechend kann man nicht die USA generalisieren.
00:03:00: Ich war im Süden der USA zu Hause für zwei Jahre, würde sagen, kann man mit den Süden Italiens auch etwas vergleichen.
00:03:10: also sehr herzige Menschen, sehr offene Menschen, etwas lautere Menschen.
00:03:15: Im Vergleich wenn man sich jetzt zum Beispiel die New Yorker gegent anschaut oder mischigen im Norden ist es auch klimatisch sehr... Kälter und dementsprechend auch die Leute, die sich etwas anders verhalten.
00:03:28: Und im Job wie kann man sich die Arbeitsweite in den USA vorstellen?
00:03:32: Was sind die Unterschiede zu Südroll oder Europa?
00:03:35: Ich glaube die Unterschiedes sind sehr groß.
00:03:38: also wie man ein Unternehmen in den US aufführen sollte mit amerikanischen Kollegen.
00:03:45: Die haben unterschiedliche Erwartungshaltungen.
00:03:48: Auffällig war für mich vor allem das Thema, dass die Leute sehr positiv fahren.
00:03:55: Also es wird sehr viel positiv gesprochen.
00:03:57: man spricht auch von dieser sogenannten Sandwich-Technik wenn man ein Feedback gibt.
00:04:02: also zuerst eine gute Nachricht dann das Feedback der Verbesserungsmöglichkeit oder das Potenzial was wir sehen und dann nochmals eine gute nachricht hinten nach damit das Ganze auch gut verdaut wird.
00:04:17: ja das zum einen zum anderen natürlich Die Geschwindigkeit, also in den USA erleben wir einen deutlich schnelleren Base sozusagen.
00:04:30: Die Geschwindigkeit ist ausschlaggebend.
00:04:32: und auch das Thema Service-Service-Mentalität.
00:04:35: Also man merkt wirklich dass dort noch für den Kunden auch wie sogenannte extra Meile gegangen wird.
00:04:42: der Kunde ist König Und es wird einiges gemacht.
00:04:47: Wie war das für Sie als Führungskraft, die aus Europa kommt?
00:04:51: Da hatten sie sich schwer diese ganzen anderen Eigenschaften durch den Arbeitswelt gleich zu verinnerlichen und auch anzuwenden.
00:04:59: Ja ich habe mich sehr stark damit auseinander gesetzt im Vorfeld auch Und muss ehrlich sagen Ich hab dann verschiedene Versuche gemacht Hab gesehen wie die Leute reagieren auf verschiedene Führungsstile beziehungsweise, wie ich mich dann verhalten habe bis ich dann irgendwann den richtigen Weg gefunden hab.
00:05:22: Aber es hat sicherlich einige Zeit gedauert.
00:05:24: Also viel Skepsis auch von Seiten der Mitarbeitenden die wahrscheinlich andere Führungstile gewohnt sind?
00:05:30: Wir hatten bereits Kollegen aus dem Standort in Brixton, die in den USA tätig waren und auch in Führingspositionen.
00:05:39: dementsprechend war ein... europäischer Führungsstil auch schon bekannt im Unternehmen, durch dem dass wir auch mit vielen europäischen Kunden zusammenarbeiten.
00:05:50: Also im amerikanischen Raum aber europäische Kunden die sich dort auch eine Niederlassung haben glaube ich das es nicht ganz so der Schock gewesen ist für diese Arbeit.
00:06:02: Wir sehen Sie jetzt eine leicht politische Frage wie sehen Sie dann die Politik von Donald Trump?
00:06:07: weil sie jemanden der dort gelebt hat und die Leute doch kennt ja vielleicht ihre Einstellung kennt.
00:06:15: Ja, zum Thema Einstellung.
00:06:16: es ist ganz schwierig.
00:06:17: über Politik wird am Arbeitsplatz sowieso nicht gesprochen aber auch im privaten Umfeld sehr wenig gesprochen.
00:06:24: also man spricht über Politik nur mit den engsten Vertrauten meistens in der Familie.
00:06:31: politische Themen werden vermieden.
00:06:33: nichtsdestotrotz ist es recht interessant dass alle sich politisch auch zeigen.
00:06:42: Das heißt, im Garten steht dann das Fähnchen mit der jeweiligen Partei oder ... Mit dem Politiker, den sie unterstützen aber darüber sprechen will niemand.
00:06:53: Oder es gibt ganz viele Stickers auf den Autos die Sie ja dann haben.
00:06:56: Aber so richtig ansprechen will das niemand.
00:06:59: Man sieht einen sehr geteilten ... Die Parteien sind sehr geteilt, das merkt man auch Und ich glaube dass Präsident Trump eine sehr protektionistische Linie fährt, was natürlich.
00:07:16: aus Sicht des Unternehmens muss man sich dementsprechend aufstellen und vor allem flexibel sein.
00:07:22: Sie waren ja genau zu jener Zeit in den USA als Führungskraftätik, wo eben dieser Wechsel war von beiden zu Trump.
00:07:31: Wie hat sich das unternehmerisch dann kenntlich gemacht?
00:07:34: Gab es irgendeine Änderungen oder irgendwelche Umstellungen die nötig wurden Eine andere Herangehensweise?
00:07:40: Ich glaube, generell für die Alupreis und die Automobilindustrie gab es sicher einige Veränderungen, die auf uns dann zugekommen sind.
00:07:49: In erster Linie das ganze Thema Elektromobilität wurde sehr stark gedrostelt in den USA nach dem Anzeintritt von Trump was natürlich eine Auswirkung hat auf die Modellpalette bzw.
00:08:02: auf die Produkte und dessen Bedarfe, die wir gesehen haben.
00:08:07: Und auf der anderen Seite natürlich, wie Nala Munde seit Amtsantritt die Zölle, die uns auch sehr stark beschäftigt haben.
00:08:17: Sind Sie zurück nach Südroll gekommen?
00:08:19: Weil sich eben die Freistelle als CEO angeboten hat oder hatten sie einfach genug von den USA?
00:08:27: Ich bin zurückgekommen weil weiß ich, dass sich die Freistäle geboten hat.
00:08:31: also das war der ausschlaglebende Grund.
00:08:34: wahrscheinlich wäre ich ansonsten noch in den USA.
00:08:38: Wir haben schon kurz gesprochen über Führung.
00:08:41: Sie haben in Jungen Jahren schon sehr viel Führungserfahrung, wie würden sie dann ihren Führersstil beschreiben?
00:08:48: Für mich ist es ganz wichtig dass ich transparent führe, dass Entscheidungen nachvollziehbar sind und dass ich meinen Mitarbeitern und Kollegen den Freiraum gebe Selbstentscheidungen auch zu treffen und selbst Kreativität einzubringen, Innovation einzubringen.
00:09:09: Denn ich glaube das ist ganz wichtig dass man den Kollegen und den Mitarbeitern vor allem den jungen Kollegen die Möglichkeit gibt etwas selbstzumachen und etwas selbst zu entscheiden und das weiterzubringer.
00:09:24: Hatten Sie aufgrund Ihres jungen Alters jemals das Gefühl weniger ernst genommen zu werden als jemand mit mehr Erfahrung?
00:09:32: Sicher, wenn man in einem Raum sitzt mit Kollegen oder Partnern die alle zehn bis zwanzig Jahre älter sind dann ist es am Anfang ein bisschen ein komisches Gefühl.
00:09:45: Nichtsdestotrotz glaube ich schon dass es vor allem darum geht wie gehandelt wird also welche Handlungen welche Entscheidungen getroffen werden wie man auftritt und man muss sich das Vertrauen natürlich erarbeiten.
00:09:58: das ist klar.
00:10:00: Ihr junges Alter kann auch ein Vorteil sein, die junge Generation hat andere Ansprüche an die Arbeit als die vorherigen Generationen.
00:10:08: Wie gehen Sie dann mit Wünschen etwa nach mehr Work-Life Balance?
00:10:13: Nach mehr Flexibilität und wie gehen sie damit um?
00:10:16: Ja das ist für alle Unternehmen glaube ich eine sehr große Herausforderung der wir uns aber stellen müssen mittels verschiedener Maßnahmen natürlich.
00:10:27: Wir müssen in erster Linie verstehen, was die junge Generation will und was sie braucht und vor allem wie wir diese motivieren können.
00:10:35: Wir bewegen uns in einer Branche, die natürlich im Dreischichtbetrieb bzw.
00:10:45: in hochtechnischen Themen unterwegs ist, das zum einen spannend aber auch herausfordernd macht.
00:10:53: Das heißt Konkret bieten wir ja natürlich Smart-Working Möglichkeiten an.
00:11:00: Wir versuchen, bestmöglich auf die Flexibilität und Bedürfnisse eines einzelnen Mitarbeiters einzugehen was zum Teil möglich ist und in manchen Stellen auch angrenzt entstoßen.
00:11:13: das ist klar.
00:11:14: Wie schwer oder wie leicht tut sich Alupress neue Mitarbeiter zu gewinnen?
00:11:18: Dann der Fachkräftemangel betrifft ihr alle auch in dieser Branche?
00:11:23: Richtig,
00:11:23: betrifft alle und es hat auch gezeigt.
00:11:26: also wir haben neulich mit dem Automotive Cluster, Automotive Excellence Südtirol.
00:11:32: Haben wir eine Studie in Auftrag gegeben wo eben alle Südtiraler Automotiv-Unternehmen oder großteils der Südtirler Automotive Unternehmen analysiert wurden und befragt wurden und das geht ganz klar hervor dass der Fachkräftemangel eines der größten Themen ist mit dem sich das Management in diesen Firmen beschäftigt, aber ich glaube es geht über den Automotivbereich raus.
00:11:59: Wo führt das hin?
00:12:00: Wie bereitet man sich davor auch wenn man voraus denkt fünfzehn-fünfzehn Jahre?
00:12:07: Also ich glaub das ganze Thema Wissensmanagement ist ganz wichtig.
00:12:12: also wir sehen durch den demografischen Wandel einfach dass jetzt eine gewisse Pensionswelle auf uns zukommt nicht mehr im Unternehmen sein werden.
00:12:23: Und wir müssen uns dementsprechend vorbereiten, wie wir dieses Wissen sammeln und wie wir das Wissen auch weitergeben können an die nächste
00:12:31: Generation.".
00:12:32: Sie haben einmal in einem Interview gesagt, den USA gebe es eine andere Fehlerkultur, eine offene Fehlerkultur heißt dass auch die Mitarbeiter bei Alopressin Prixen dürfen Fehler machen wenn sie etwas Neues ausprobieren?
00:12:46: Ja das nehme ich sicher aus den USA mit.
00:12:48: also das ist mir ganz wichtig.
00:12:50: Das war nur, wenn jeder macht Fehler und nur wenn wir zu diesen Fehlern auch offen stehen dann können wir lernen.
00:12:58: Also einen Fehler einmal zu machen ist absolut notwendig und richtig.
00:13:02: den Fehler zweimal zu machen.
00:13:04: sollte man nicht denselben?
00:13:05: aber ich glaube auch im privaten Leben das was uns in Erinnerung bleibt sind die Schnitzer die man gemacht hat oder die Fehler die man gemacht hat und daraus gelernt hat und auch wächst.
00:13:18: Wie äußert sich diese Mentalität in der Kommunikation gegenüber den Mitarbeitern, aber auch in der Praxis?
00:13:26: Zum einen sicher in der kommunikation.
00:13:29: Aber das Ganze muss auch gelebt werden.
00:13:33: In erster Linie sucht man nicht nach einem Schuldigen.
00:13:36: Man sucht nach der Ursache und was man verändern muss damit dieser Fehler nicht mehr auftritt.
00:13:42: Sie gehen dann zu den Leuten hin und sagen, probiert Neues aus.
00:13:45: Wir stellen euch bestimmte Mittel zur Verfügung.
00:13:48: Verfolgt ihr in keine Idee weiter?
00:13:50: Und dann schauen wir mal was herauskommt.
00:13:52: Kann man sich so vorstellen etwa?
00:13:54: So kann man sich das vorstellen.
00:13:57: Man versucht eine gewisse Experiment dir Freude auch zu initiieren dass man Sachen versucht und dass man dazu steht wenn die Sachen nicht funktionieren.
00:14:06: also es darf durchaus sein dass etwas nicht funktioniert.
00:14:09: da muss man sich in die Augen scharen Und sagen, wir haben es versucht.
00:14:13: Am Anfang haben wir gedacht dass das zum Erfolg führt hat nicht zum Erfolg geführt.
00:14:19: okay was machen wir das nächste mal anders?
00:14:21: oder wie machen wir jetzt anders?
00:14:23: Sprechen wir etwas über die Autoindustrie.
00:14:25: Alupress.
00:14:26: wie gesagt stellt der Aluminium Teile für die Fahrzeugindustrie her.
00:14:31: Wie stark spürt denn das Unternehmen aktuell die europäische Autokrise?
00:14:36: Ja Alupresses stellt Aluminum Druckersteile her.
00:14:40: Aluminium an und für sich als Werkstoff ist ja sehr interessant, weil es zu hundert Prozent recycelbar ist.
00:14:48: Also wir schmelzen an und fürs ich Aluminum wieder ein und verwenden es wieder also sehr nachhaltig an und Fürsich als Prozess und als Vormgebungsprozess für diese Bauteile.
00:15:01: Wir merken natürlich dass wir sind im Bereich Automotive tätig Sind dort aber sehr gut aufgestellt Weil war durch die Produkte, die wir fertigen nicht eine gewisse Sparte bzw.
00:15:16: eine gewische Branche ansprechen, sprich Verbrenner, Diesel, Benziner, Elektroart oder Hybrid sondern wir fertige Komponenten für alle Sparten und auch für den ganzen LKW Sektor.
00:15:34: Dementsprechend spüren wir natürlich den Druck unserer Kunden.
00:15:37: Wir sehen das, vor allem aus dem asiatischen Raum.
00:15:42: Aber wir sind da sehr gut aufgestellt.
00:15:45: Also die Diversifizierung als Vorteil?
00:15:49: Wenn jetzt die Autoproduktion generell zurückgeht in Europa, bestellt man sich der Haufe, positioniert man sich und dann trotzdem weiter wachsen zu können im Idealfall?
00:16:00: Ich glaube es geht vor allem durch Innovation, durch strikte Automatisierung der Prozesse durch Anwendung von künstlicher Intelligenz, durch Optimierungen und durch neue Lösungen, innovative Lösungen die wir unseren Kunden bieten können um auch einen gewissen Wettbewerbsvorteil dann zu schaffen.
00:16:25: Wir sind aktuell.
00:16:26: die Aussichten von Alupressel laut heutiger Stand.
00:16:29: wie gut ist die Auftragslage?
00:16:31: Die Auftragslage ist aktuell sehr gut.
00:16:34: Also wir sehen einen sehr positiven Trend, vor allem Wachstum auch im Hauptstandort in Prichsen.
00:16:41: In den USA sind die Auftragsbücher auch wieder gefüllt und da hatten wir wie vorhergehend gesagt einen kleinen Rückschlag aufgrund von dem Thema der Elektromobilität das ausgebremst wurde.
00:16:55: aber mittlerweile sind unsere Auftragspücher wieder voll und wir planen damit dass wir auch gute Umsätze in den USA schreiben werden.
00:17:03: Wie sehen Sie generell die Zukunft der europäischen Autoindustrie, ist sie noch zu retten?
00:17:08: Vor allem langfristig gesehen.
00:17:10: Das hat ja jetzt gerade ärztgürzlich wieder hier aufs Botschaften gegeben, allen voran von VW.
00:17:16: Genau!
00:17:18: Natürlich, es wird von einer Transformation gesprochen.
00:17:21: Ich würde nicht sagen dass sie nicht mehr zu retten ist.
00:17:24: wir müssen uns aber anpassen und verändern.
00:17:26: also wie eingangs gesagt Flexibilität ist ganz wichtig Nicht nur in den USA oder auch in Europa.
00:17:32: Wir müssen uns an die Rahmenbedingungen anpassen.
00:17:36: Wir merken das der asiatische Markt aggressiver wird im Automobilbereich Und wir werden uns Dadurch nur dagegen behaupten können, indem wir auch weiterhin vorne mitspielen.
00:17:52: Sprich bei den Kosten aber auch bei der Innovation und bei der Technologie.
00:17:56: Muss da die Politik etwas beitragen?
00:17:58: oder liegt das dann im Job der Unternehmen sozusagen sich dadurch zu setzen im internationalen Webbewerb?
00:18:06: Ich glaube es müssen Signale von beiden Seiten.
00:18:10: natürlich hat das Unternehmen eine gewisse Eigenverantwortung Aber auch die Politik sollte dass durchaus unterstützen.
00:18:17: Ist eine Consequenz der Autokrise mittelangfristig eine Verlagerung der Aktivitäten in anderen Kontinente, sei es was die Autohersteller betrifft aber auch die Zulieferindustrie?
00:18:33: Ich glaube man hat sich in Vergangenheit die Automobilindustrie immer dahin bewegt wo auch dementsprechend geringe Lohnkosten vorhanden sind oder vorherrschen.
00:18:49: Das wird sicher auch in Zukunft geben, wir haben gesehen in den letzten Jahren eine Bewegung in Richtung Osteuropa.
00:18:56: Wir merken jetzt das große Automobilkonzerne sich bereits im nordafekanischen Raum ansiedeln was natürlich mit sich führt dass auch gewisse Zulieferer diesen Schritt gehen müssen damit sie auch weiterhin die Automobilkonzerne beliefern können.
00:19:16: Für uns als Alopress ist das jetzt aktuell noch kein Thema.
00:19:20: Alopresse hat ja einen Standort neben Brixen in Deutschland und den von ihnen geführtenen USA, also keine kurzmittelfristigen Pläne sich da auch an anderen Orten noch anzusiedeln wie auch Südrolleratom wie U-Zulieferer getan haben etwa in China?
00:19:38: Nein der asiatische Raum ist für uns nicht nicht auf dem Radar.
00:19:43: Wir halten natürlich unsere Augen offen und sind offen für Neues, aber aktuell ist keine Expansion in anderer Kontinente
00:19:51: geplant.".
00:19:52: Sie sind als CEO angetreten mit dem Ziel für Aulopress ein weiteres Standbein aufzubauen – das haben sie uns damals im Interieur in der SVZ verraten.
00:20:01: Haben wir aber nicht gesagt wie dieses Standbeinn aussehen wird?
00:20:05: Gibt es dazu mittlerweile schon
00:20:07: Neuigkeiten?".
00:20:08: Sie haben es zuvor angesprochen, das Thema Diversifizierung ist sehr stark im Unternehmen verankert.
00:20:15: Ist eine der Säulen und daran arbeiten wir.
00:20:17: also wir werden jetzt kein komplett neues Geschäftsfeld eröffnen.
00:20:23: Wir sind dabei unsere Kompetenzen zu stärken Zu verstehen wo diese noch Anwendung finden in anderen Branchen und in anderen Bereichen.
00:20:33: Also das ist der Ziel dass für weiterhin Aluminiumdruckus automatisierte Prozesse und dasche Prozisse an unseren Kunden anbieten können, die außerhalb des Automotivs sind.
00:20:44: Woran denken Sie da zum Beispiel?
00:20:48: Viele Unternehmer bewegen sich in Richtung Defense.
00:20:51: Aktuell sehen wir diesen Trend.
00:20:55: Wir glauben aber ganz stark dass das nur ein Trend ist und dahin werden wir uns nicht bewegen.
00:21:03: Wir schauen uns andere Industrieapplikationen an wo Bedarf an Druck aus Teilen vormalscht.
00:21:09: Sie haben vorhin die Studie angesprochen der Uni Boots und zusammen mit dem Automotive Netzwerk Südtirols, wo eben auch herausgekommen ist.
00:21:16: diversifizieren ist das Um-und-Auf.
00:21:19: also ja es ist auch allopresisch schon diversifiziert aber innerhalb der Automotive Sparte also dass um-und auf wirklich sich auch auf andere Sektoren irgendwo hin zu bewegen?
00:21:31: Genau wir werden uns oder wir sind dabei sehr stark mit dem auseinanderzusetzen und werden in diese Richtung weiter vorstoßen.
00:21:40: Ich habe im Vergangenheit mal gelesen und korrigieren Sie mich, wenn ich mich täusche dass Aulopress auch mit anderen Werkstoffen experimentiert, Magnesium zum Beispiel.
00:21:50: können uns da mehr erklären wo die Reise hingeht?
00:21:54: Ja richtig.
00:21:55: also wir haben.
00:21:56: in unserem Standort in Hilburghausen produzieren wir auch Magnesiankomponenten.
00:22:04: Das heißt, das Verfahren ist etwas anders als Aluminiumdruckus.
00:22:10: Hat aber gewisse Ähnlichkeiten.
00:22:13: Dementsprechend haben wir uns dieses Know-how aufgebaut.
00:22:16: Wir sind der Meinung dass Magnesium vor allem durch die Leichtigkeit und die Möglichkeit sehr dünnwandige Bauteile zu erstellen sicher zukunftsrechtlich ist.
00:22:28: Man sieht es auch ganz stark wenn man jetzt nach Osten schaut, nach Asien dass dort auch die Politik das Ganze sehr stark vorantreibt und fordert, dass im Fahrzeug ein gewisser Anteil an Magnesiumbauteilen verbaut wird.
00:22:44: Und das könnte sich durchaus auch global auswirken.
00:22:48: Ist das global noch in der Experimentierphase oder schon weit fortgeschritten?
00:22:53: Ich glaube es ist relativ weit fort geschritten aber in Europa sind wir eine von den wenigen mit diesem Verfahren aktuell am Markt sind.
00:23:04: Wir kommen sehr langsam schon zum Abschluss, ich möchte Sie noch gerne fragen was sie denn in Ihrer Freizeit gerne tun also sich ein bisschen besser kennen zu lernen als Person?
00:23:14: In der Freizeitszeit bin ich gern in der Natur.
00:23:18: auf dem Berg fühle ich mich wohl.
00:23:21: vor allem das Thema Gleidschirmfliegen betreibe ich aktiv.
00:23:27: jetzt nach zwei Jahren in den USA wo es relativ flach war und die Berge nicht vorhanden waren oder nur Hügel, kann ich mich jetzt, sofern ich Zeit habe wieder den Thema des freien Fliegens etwas mehr wenden.
00:23:43: Was mir dann auch die Möglichkeit gibt mal abzuschalten und auf andere Gedanken
00:23:48: zu kommen.
00:23:49: Noch hobbymäßig?
00:23:50: Oder auch in Richtung Wettkampf?
00:23:53: Mittlerweile noch mehr hobbymäßig!
00:23:56: Gelingt es Ihnen denn total abzuschalten auf Freizeit, also nicht den Job irgendwo am Hinterkopf zu haben?
00:24:04: Irgendwie hat man den Job immer im Hinterkopp.
00:24:06: Also wir schafften uns ein bisschen runterzufahren aber das hier und denkt immer weiter auf neue Ideen.
00:24:14: was können wir besser machen?
00:24:15: wie können wir uns verbessern?
00:24:17: was können anders machen?
00:24:18: also komplett abschalten glaube ich geht nicht.
00:24:21: Ist ihnen das egal oder arbeiten sie dann irgendwo durch total mal abschalten zu können und dann, wenn der Job wieder da ist voll nur für den Job da zu sein.
00:24:29: Aktuell empfinde ich es nicht als eine Belastung und dementsprechend würde ich sagen, ist es mir egal oder macht's mir auch Freude über die Zukunft der Alopressen und wie wir hier weitermachen werden oder wie es weitergehen wird nachzudenken?
00:24:48: Und wie gehen Sie mit dem Thema Erreichbarkeit um?
00:24:51: Ist das Handy irgendwann aus, wenn sie mal nicht im Büro sind?
00:24:55: oder sagen wir mal, wenn die im Urlaub sind vor allem.
00:24:59: Das Handy ist an und für sich immer an aber nachts wird es ausgeschaltet weil ich auch ein paar Stunden schlafe auch.
00:25:06: Aber sonst außerhalb des Büros bin ich immer erreichbar.
00:25:09: Gut, wir kommen jetzt effektiv zum Abschluss unseres Gesprächs wo wir unseren Gästen immer noch drei kurze Fragen stellen mit der Bitte um kurze Beantwortung.
00:25:18: Was aus den USA vermissen Sie am meisten?
00:25:22: Ich vermisse am meisten die Herzlichkeit der Menschen.
00:25:28: Also, die Menschen sind Hilfsbereiter, sie sind füreinander da.
00:25:33: Ich denke vor allem auch bedingt durch das Sozialsystem, dass nicht vorhanden ist hat sich eine Kultur entwickelt wo die Leute füreinanders sind.
00:25:43: Verurten Sie das in Südtour oder weniger?
00:25:46: Nicht so stark wie in den USA!
00:25:49: Welches Auto fahren Sie?
00:25:51: Ich fahre einen BMW.
00:25:53: Mit Alubresn-Bestandteilen?
00:25:58: Was sind da genau die Bestandteile von Alubressen?
00:26:00: und das vielleicht auch noch kurz anzusprechen, also welche Teile effektiver werden hergestellt?
00:26:05: Also Alubresse stellt Aluminiumdruckusbauteile her, das können zwischen inverter Gehäuse für Elektronik bzw.. Drüsselklappen und verschiedene Bunkgehäuse werden hergestellt, vor allem im Bereich Elektronik des Fahrzeugs.
00:26:28: Und meine letzte kurze Frage – wo ist das schönste Platz in Südtirol?
00:26:33: Das möchte ich nicht verwarten denn das behalte ich für mich.
00:26:37: Gut vielen Dank Herr Brinerts für die vielen Einblicke!
00:26:41: Danke schön hat mich gefreut.
00:26:43: Danke auch an alle fürs Zuhören, die nächste Folge unseres Podcasts gibt es wie gewohnt in zwei Wochen.
00:26:49: Neues über Südrollswirtschaft und Politik finden Sie wöchentlich in der SWZ und täglich online auf swz.it.
00:26:57: Bis zum nächsten Mal machen sie's gut!
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